Die meisten KMU-Websites scheitern nicht am Design – sondern an Kleinigkeiten: unklare Botschaft, zu viele Wege, zu wenig Vertrauen, oder der „nächste Schritt“ ist irgendwo versteckt. Ergebnis: Besucher schauen kurz, sind unsicher und klicken wieder weg.
Damit du das schnell verbessern kannst, ist hier meine 25-Punkte-Checkliste. Du kannst sie in 15 Minuten durchgehen – und du wirst sofort sehen, wo du unnötig Anfragen liegen lässt.
Der 5-Minuten-Schnellcheck (wenn du nur kurz Zeit hast)
- In 3 Sekunden klar: Was bietest du an, für wen, wo – und warum du?
- Ein klarer Haupt-CTA: z. B. „Termin anfragen“, „Reservieren“, „Angebot holen“.
- Kontakt sofort sichtbar: Telefon/WhatsApp/Adresse – ohne suchen.
- Mobil gut: Texte lesbar, Buttons groß genug, keine wackelige Darstellung.
- Vertrauen sichtbar: Bewertungen, Referenzen, echte Fotos, klare Aussagen.
Die 25-Punkte-Checkliste (praxisnah, ohne Technik-Gelaber)
A) Klarheit & Angebot (Punkte 1–6)
- Eine klare Headline: nicht „Willkommen“, sondern Nutzen + Zielgruppe + Region.
- Ein Satz „für wen“: damit sich die Richtigen sofort wiedererkennen.
- 3–5 Kernleistungen sichtbar: nicht 15 Angebote auf einmal.
- Konkrete Beispiele: was genau bekommt der Kunde (nicht nur „Qualität“).
- Preis-Orientierung: zumindest Rahmen, Paket-Logik oder „ab“-Preise (wenn möglich).
- Häufige Fragen früh klären: Dauer, Ablauf, Verfügbarkeit, Termin.
B) Vertrauen & Beweise (Punkte 7–11)
- Echte Bilder: Team, Standort, Atmosphäre, Arbeit – keine generischen Stockfotos.
- Bewertungen sichtbar: nicht nur im Footer, sondern dort, wo entschieden wird.
- Referenzen/Projekte: 3–6 Beispiele reichen oft schon.
- Klare „Über mich/Über uns“-Story: kurz, glaubwürdig, mit Fokus auf den Kunden.
- Risiko senken: z. B. „Erstgespräch kostenlos“, „Antwort binnen 24h“, „Fixpreis-Pakete“.
C) Struktur & Orientierung (Punkte 12–16)
- Navigation schlank: 5–7 Hauptpunkte sind für die meisten KMUs genug.
- Eine Seite = ein Ziel: nicht auf jeder Seite alles gleichzeitig.
- Scannbar: kurze Absätze, klare Zwischenüberschriften, Listen.
- Wichtige Infos nicht verstecken: Öffnungszeiten, Anfahrt, Parken, Kontakt.
- FAQ-Block: nimmt Unsicherheit raus (besonders bei erklärungsbedürftigen Leistungen).
D) Conversion & Kontakt (Punkte 17–20)
- Ein Haupt-CTA pro Seite: konsequent und wiederholt an sinnvollen Stellen.
- Kontaktform kurz: nur das abfragen, was du wirklich brauchst.
- Alternative Kontaktwege: Telefon/WhatsApp/E-Mail – je nach Zielgruppe.
- Danke-Seite / Bestätigung: „Wir melden uns bis…“ + was als Nächstes passiert.
E) Mobile, Tempo, Technik-Basics (Punkte 21–23)
- Mobil first: Buttons groß, keine Mini-Schrift, keine „Hover“-Abhängigkeiten.
- Bilder optimiert: nicht riesig hochladen, sondern komprimieren (ohne sichtbar Qualität zu verlieren).
- Keine Stolpersteine: kaputte Links, verschobene Layouts, zu viele Popups.
F) Lokal & Sichtbarkeit (Punkte 24–25)
- Standort klar: Adresse, Einzugsgebiet, Anfahrt, „in der Nähe von…“ (wenn sinnvoll).
- Lokale Signale: Google-Unternehmensprofil verlinken, konsistente Kontaktdaten, echte lokale Referenzen.
Wichtig: Du musst nicht alles sofort „perfekt“ machen. Der größte Hebel liegt fast immer in Klarheit + Vertrauen + einfacher Kontaktaufnahme.
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Du bekommst eine ehrliche Einschätzung: Was bremst deine Anfragen aktuell aus – und was du als Erstes optimieren solltest, damit Besucher schneller Vertrauen fassen und handeln.
- kurz & verständlich (ohne Agentur-Blabla)
- Prioritäten statt 25 Baustellen
- passend für KMU, Gastro, Beauty & lokale Dienstleister
So priorisierst du die Checkliste (damit du nicht im Kreis optimierst)
Schritt 1: Klarheit im Einstieg (hebt fast immer sofort)
- Headline: Nutzen + Zielgruppe + Region
- Subline: 1–2 Sätze, die Unsicherheit nehmen
- CTA: ein klarer nächster Schritt
Schritt 2: Vertrauen sichtbar machen
- Bewertungen + Referenzen nicht verstecken
- Echte Bilder statt generischer Stock
- Kurz erklären, wie Zusammenarbeit abläuft
Schritt 3: Kontakt einfacher machen
- Formular kürzen
- Kontaktwege ergänzen (Telefon/WhatsApp)
- Bestätigung + Erwartungsmanagement („Antwort binnen…“)
Schritt 4: Mobil & Tempo nachziehen
- Bilder komprimieren
- Spacing/Lesbarkeit am Handy prüfen
- Popups reduzieren, die Inhalte verdecken
Mini-Beispiele (damit du sofort weißt, was „klar“ bedeutet)
Restaurant
- Klar: „Italienisches Restaurant in Salzburg – Reservierung in 30 Sekunden“
- Trust: 3–6 Bewertungen + 6 appetitliche Bilder
- Action: „Reservieren“ immer sichtbar, Speisekarte leicht auffindbar
Beauty Salon
- Klar: „Kosmetik & Permanent Make-up – Termine in Salzburg“
- Trust: Vorher/Nachher (wo erlaubt), Hygiene/Qualität, echte Kundenstimmen
- Action: Termin oder WhatsApp mit einem Klick
Lokaler Dienstleister
- Klar: „[Leistung] in Salzburg – schnelle Rückmeldung & Fixpreis möglich“
- Trust: Projekte/Beispiele + „So läuft’s ab“ in 3 Schritten
- Action: kurzes Formular: Name + Kontakt + 1 Feld „Worum geht’s?“
Wenn du willst, kann ich dir die Checkliste auch direkt auf deine Seite anwenden und als konkrete To-do Liste ausgeben.
Fazit: Mehr Anfragen sind meistens kein Design-Problem
Wenn Besucher schnell verstehen, was du anbietest, dir vertrauen und den nächsten Schritt ohne Hürden machen können, steigen Anfragen fast automatisch. Diese 25 Punkte sind keine „Theorie“ – sondern das, was in der Praxis bei KMU-Websites am häufigsten den Unterschied macht.
Wenn du eine Abkürzung willst: Schick mir deine URL, ich gebe dir die 5 wichtigsten Optimierungen in sinnvoller Reihenfolge.
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Häufige Fragen
Wie lang sollte eine KMU-Website sein?
Lieber „so lang wie nötig“: Startseite + 1–3 Leistungsseiten + Über uns + Kontakt reichen oft. Wichtig ist, dass alle entscheidungsrelevanten Fragen beantwortet werden.
Was ist der häufigste Grund für zu wenige Anfragen?
Unklarer Einstieg und zu wenig Vertrauen. Viele Seiten sind „schön“, aber man versteht nicht schnell genug, was genau angeboten wird und warum man gerade dort anfragen soll.
Brauche ich unbedingt ein Kontaktformular?
Nicht zwingend – aber ein kurzes Formular hilft vielen. Wichtig sind Alternativen wie Telefon oder WhatsApp, je nach Zielgruppe.
Wie oft sollte ich CTAs einbauen?
So oft, wie es logisch Sinn macht: im Einstieg, nach wichtigen Vorteilen/Beweisen und am Ende. Nicht überall – aber dort, wo eine Entscheidung fällt.
Was bringt schneller etwas: SEO oder Conversion-Optimierung?
Conversion-Optimierung wirkt meist schneller (mehr aus dem bestehenden Traffic). SEO ist langfristig stark, braucht aber Zeit. Am besten greifen beide ineinander.
Kann ich das selbst umsetzen oder brauche ich eine Agentur?
Viele Punkte kannst du selbst verbessern (Texte, Klarheit, Bilder, Struktur). Wenn Technik/Design/Performance im Weg stehen, lohnt sich professionelle Unterstützung.

